Lütje Hof

Die Tierwohlranch aus Westertimke

-   ÜBER UNS  -

Bild 1: Der Bauer und die Bäuerin im Zauberwald. Bild 2: Die Bäuerin mit einer geschenkten Feder. Bild 3: Der Minifarmer schenkt Amanda ein wenig Gras, Bild 4: Max und Lara butschern im Matsch bei den Schweinen
Unser Hof in Westertimke/seit dem 19. Juli 2019 verheiratet: Bauer Markus und seine Bäuerin Jenny

Unser Projekt - Aus Highlandcattle Westertimke wird der Lütje Hof

Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Sparre wird mindestens in der elften Generation bewirtschaftet. Die Familiengeschichte lässt sich in gerader Linie bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen. 2003 stellte der bis dahin konventionell bewirtschaftete Betrieb die Landwirtschaft ein, der Hof ging in die Verpachtung.
2015 wurde mit der Rücknahme von zwei Flächen aus der Pacht die Landwirtschaft im Nebenerwerb bzw. als Hobby wieder aufgenommen. Am 19. Juli 2015 nahm das Schicksal seinen Lauf, der Bauer, da gerade seit 18 Tagen Gewässerschutzberater in Büsum, traf seine zukünftige Bäuerin. Im Januar 2016 bereits beschlossen der studierte Landwirt Markus Sparre sowie die Erzieherin Jennifer Schröter-Sparre, gemeinsam eine alternative Landwirtschaft anzufangen. Klares Ziel dabei ist ein sehr hohes Tierwohl und eine nachhaltige Produktion. Mit der Ankunft der ersten drei Kälber Amanda, Yellow und Emma war das Projekt "Highlandcattle Westertimke" geboren.

Als Rasse wurden die schottischen Hochlandrinder, oder Highland Cattle, gewählt. Wegen ihrer exzellenten Fleischqualität und der Eignung zur ganzjährigen Weidehaltung sind die Hochlandrinder für die extensive Haltung bestens geeignet. Im Laufe der Zeit kamen die Rassen Galloway sowie Hereford hinzu, beides ebenfalls Robustrinderrassen und ideal für die extensive Weidehaltung.

2017 wurde mit der Ankunft der ersten drei Ferkel der Betrieb um eine kleine Schweinemast erweitert. Als Rasse wurde das Bunte Bentheimer Landschwein gewählt, eine vom aussterben bedrohte als Nutztierrasse. Diese leben heute in ihrem Outdoorgehege, genießen viel Platz, können Wühlen und Faulenzen. Neben den Bentheimern werden Dänische Protestschweine und Durocs gehalten.

Neben der ganzjährigen Haltung im Freien spielen auch weitere Faktoren eine große Rolle. So kommen bei der Rinderfütterung keine Kraftfutter zum Einsatz. Im Sommer fressen die Zottelviecher den Aufwuchs auf den Weiden, im Winter ausschließlich Grassilage, Heulage oder Heu. Ein Leckeimer steht zur Mineralfutteraufnahme bereit.

Die Schweine bekommen eine Mastmischung. Diese besteht aus Rapsschrot als heimische Alternative zum Soja, aus Getreide und Mineralfutter. Neben der Mischung bekommen die Rüsselnasen im Sommer frisches Gras, im Winter Heu, Silage, Kartoffeln, Rüben  und/oder Stroh. Auch Fallobst und Eicheln bekommen die Feinschmecker in der Saison.

Bedingt durch die ausgiebige Bewegung und das Leben draußen (die Schweine haben selbstverständlich ihre Hütten) erreichen unsere Tiere die Schlachtreife erst nach ca 3-4 Jahren (Rinder) bzw. 11-14 Monaten (Schweine), dies entspricht in etwa die doppelte Dauer als in der konventionellen Tierhaltung. 

Mit der Geburt unsere Sohnes Max Lütje Sparre wurde die lange Tradition des Namens "Lütje" weitergeführt. Den Name Lütje tragen männliche Nachkommen bereits nachweislich seit mindestens 1829 (Lütje Kahrs). Aufgrund dieser langen Tradition haben wir beschlossen, unseren Namen "Highlandcattle Westertimke" in "Lütje Hof" zu ändern.

Das ehemalige Familiengrab in Kirchtimke musste im Sommer 2020 aufgelöst werden. Um der Zerstörung der Grabsteine zu entgehen und zum Erhalt des historischen Charakters haben wir beschlossen, diese an einem sehr schönen Ort unter zwei wundervollen Bäumen zu legen. In dem für uns ohnehin mystischen, wunderschönen und bedeutsamen Ort befindet sich nun ein kleiner Gedenkort, der an die Familie erinnert und an die Tradition, die unser Hof seit mehreren Jahrhunderten aufweist.

© 2017 Highlandcattle Westertimke